Checkliste zur Selbstständigkeit – Teil 1

Aktualisiert: Apr 2

Viele Menschen haben ausgezeichnete Ideen, Visionen und Ziele. Oft fehlt es einfach an Wissen und Erfahrung, um den gewünschten Erfolg erreichen zu können. Ein Unternehmen zu gründen, zu führen und erfolgreich zu steuern ist komplex und man kann hier einige grundlegende Fehler begehen.


Wir haben eine Checkliste für Unternehmen und Selbstständige mit den wichtigsten Fragen zusammengestellt, die du dir branchenunabhängig auf jeden Fall stellen solltest.

Wir möchten Dich dabei unterstützen, Deine Ideen und Visionen erfolgreich auf die Straße zu bringen. Auch wenn Du bereits ein bestehendes Unternehmen hast, lohnt es sich eventuell sich die folgenden Fragen nochmal vor Augen zu führen

In unserem 1. Teil der Reihe widmen wir uns grundlegenden Fragen von der Zielsetzung bis hin zur Kosten,- und Umsatzplanung. Da jedes Business teilweise seine eigenen Regeln hat, muss Jeder für sich selbst entscheiden, was davon für sein/ihr Business sinnvoll anwendbar ist.


Wie lautet deine Unternehmensvision? Und wie passt diese zu deinen persönlichen Zielen?

Ohne Vision, also einem übergeordneten Ziel, fehlt einem Menschen, genauso wie einem Unternehmen die grundlegende Richtung. Fehlt die Richtung, dann fehlt die Vergleichsbasis für die Steuerung deines Weges. Zuerst empfiehlt es sich also eine persönliche Vision und eine unternehmerische Vision zu formen. Falls du dir dabei schwer tust, dann haben wir für dich ein spannendes Tool, um dir wichtige Inputs zu holen.


Wie ändert sich dein Leben, wenn du deine Unternehmensvision erreicht hast?

Viele von uns definieren Ziele zu ungenau. Unzureichend definierte Ziele sind häufig der Grund dafür, dass eben genauso viele Menschen:

· Nicht fokussiert genug einem Ziel entgegenarbeiten können

· Nicht ausreichend Widerständen gegensteuern können

· Oder gar nicht erkennen, wann ein Ziel überhaupt erreicht ist

Damit du die oben genannte Frage beantworten kannst, musst du dir zuerst sicher sein, ob du die richtigen unternehmerischen und privaten Visionen verfolgst.

Auch hier hilft dir unser 90 minütiger Videokurs


Welche Ziele hat deine Unternehmung kurzfristig (im 1. Jahr), mittelfristig (in 3 Jahren) und langfristig (in 5-10 Jahren)?

Diese Frage darf in keinem Businessplan fehlen, aber warum eigentlich? Ganz einfach: Hast du erstmal eine passende langfristige Vision, dann empfiehlt es sich diese in Meilensteine herunterzubrechen. Dies dient zum Einen um den eigenen Fokus in einem bestimmten Zeitabschnitt auf die richtigen Dinge zu richten, während man die Gesamtvision nicht aus den Augen verliert. Und zum Anderen bildet dies die Basis um den gewünschten Erfolg auch entsprechend steuern zu können. Kennst du die Hebel deiner Unternehmung nicht, dann ist das wie blind mit dem Auto zu fahren.


Welche Rechtsform hast du gewählt und warum?

Die Wahl der Rechtsform stellt Viele vor eine schwierige Aufgabe. In Österreich hilft hier die Wirtschaftskammer im Bürokratiedschungel. Doch welche Rechtsform, warum für deine Unternehmung die richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab. Oft fällt die Wahl auf die GmbH oder bei einzelnen Personen auf das Einzelunternehmen. Doch warum eigentlich? Wir helfen hier gerne bei spezifischen Fragen weiter: Unsere Coaches


Bist du rechtlich abgesichert (Gewerbe, Rechtsschutz, AGB, Datenschutz, Verträge,…)?

Hier empfiehlt es sich mehr als nur einmal kurz drüber zu sehen. Im Folgenden eine Auflistung der rechtlichen Aspekte die es auf jeden Fall zu beachten gilt. Stelle dir bei jedem Punkt die Frage, ob dieser Punkt für deine Unternehmung relevant sein könnte. Wenn du dir nicht sicher bist, dann ist es auf jeden Fall sicherer diesen Punkt mit einem Fachmann/einer Fachfrau abzustimmen.

· Welches Gewerbe benötige ich für meine Tätigkeit?

· Welche gewerberechtlichen Auflagen betreffen mein Geschäft?

· Benötige ich eine Firmenrechtsschutzversicherung?

· Habe ich stichhaltige allgemeine Geschäftsbedingungen definiert?

· Befolge ich die aktuellen Datenschutzrichtlinien?

· Benötige ich für meine Geschäftstätigkeit Verträge?

· In welchem Umfang sind Schutzrechte sinnvoll (Marke, Patente, Geschmacksmuster, geistiges Eigentum,…)?

· Bei Betrieben mit Mitarbeitern: Welche arbeitnehmerrechtlichen Auflagen betreffen mich?

· Uvm,…diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit


…sie zeigt uns jedoch, dass es in der modernen Welt sehr viele Chancen gibt im Streitfall nicht gut auszusehen bzw. seinen Firmenwert durch falsch angewandte Schutzrechte erheblich zu minimieren.

Wir helfen hier gerne bei spezifischen Fragen weiter: Unsere Coaches


Kennst du deine direkten Kosten (also Kosten, die pro Produkt direkt anfallen)? Kennst du deine indirekten Kosten?

Um ein Unternehmen führen zu können ist es unumgänglich, sich mit Zahlen zu beschäftigen. In einem Unternehmen gibt es hunderte sinnvolle Zahlen und Kennzahlen. Eine der wesentlichsten Basiswerte sind die Kosten pro verkauftem Produkt / pro verkaufter Dienstleistung. Um einen Produktpreis ermitteln zu können, müssen alle Unternehmensaufwände über die Absatzplanung abgedeckt werden. Also auf gut Deutsch…musst du am Ende des Jahres mehr einnehmen als du ausgibst. Dabei lohnt es sich besonders einen Blick auf die Kosten deiner Unternehmung zu werfen.

· Welche Kosten hast du im Unternehmen?

· Sind alle Kosten entweder direkt, oder über Zuschlagssätze im Produktpreis abgebildet?

· Welche Stundensätze ergeben sich?

· Welche Gewinnmarge ist branchenüblich?

· Ab welcher Absatzmenge ist deine Unternehmung BreakEven?

Ab hier wird es zugegebenermaßen etwas komplizierter.

Hol dir wichtige Inputs zur richtigen Zeit! Mit F2B – Connected gemeinsam zum Erfolg!


Was sind deine Absatz,- und Umsatzerwartungen? Hast du ein Budget erstellt?

Nicht erst einmal habe ich es erlebt, dass Unternehmer mit voller Euphorie ihre Umsätze planen.

In 90% der Fälle (wenn es keine Fixzusagen oder stichhaltige Kundenaussagen gibt), läuft derjenige, der überoptimistisch plant seinen Umsätzen bereits im 1.Monat hinterher. Dies gefährdet das Ergebnis, eventuell das Unternehmen und auf jeden Fall erhöht diese Art der Planung das Stresslevel enorm.


Tipp: Setze 3 Cases auf!

· Ein Realistischer Umsatzfall (es empfiehlt sich diese Annahmen mit Branchenkennern zu besprechen)

· Ein pessimistischer Umsatzfall

· Ein Worst Case Szenario: Wie lange kann ich überleben, wenn Alles schief geht?!


Hol dir wichtige Inputs zur richtigen Zeit! Mit F2B – Connected gemeinsam zum Erfolg!


Folgenden Fragen werden wir uns in weiteren Blogartikeln widmen:

· Welches Finanzergebnis hat dein Vorhaben Ende des 1. Geschäftsjahres?

· Gibt es unterjährige Liquiditätsschwierigkeiten (Zahlungsschwierigkeiten)? Müssen Finanzmittel zugeschossen werden? Wenn ja, wie stellst du diese sicher?

· Wie viele Mitarbeiter hast du geplant? Und warum?

· Welche Marketingmaßnahmen sind geplant? Welches Budget ist hierfür geplant bzw. welchen Kundenzufluss (quantitativ) erwartest du dir dadurch?

· Was hebt dich von der Konkurrenz ab?

· Was ist deine Zielgruppe?

· Welche Vertriebskanäle nutzt du? Bitte beschreibe diese

· Ist deine Customer Journey klar definiert?

· Sind deine Unternehmensprozesse klar definiert und durchgängig organisiert? Bitte beschreibe kurz deine internen Abläufe entlang der Wertschöpfungskette (vom Kundenkontakt bis hin zur Rechnungslegung)

· Wie sicherst du die Einhaltung deiner Prozesse ab?

· Benötigst du Zulieferkomponenten? Wenn ja, welchen Anteil des Umsatzes machen diese aus? Wie hoch ist also deine persönliche Wertschöpfung?

· Wie ist deine Supply Chain sichergestellt?

· Welche Themen sind dir besonders wichtig? Wo benötigst du besonders Unterstützung?

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